Christuswege

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Teil 3  Verschiedene Themen; praktische und biblische Fragen.

Ein christlicher Weg zur Verarbeitung der Ereignisse des Lebens.

- Wer, -mit Jesus als Maßstab und Hilfe- Fortschritte von den eigenen Unvollkommenheiten hin zu den zukunftsträchtigeren Eigenschaften sucht (vgl. die Seite "...Ethik": nicht schaden, sondern helfen...), mag zunächst
sich der eigenen Charaktermängel, der gemachten Fehler
und Verfehlungen bewusst werden, statt alle Stimmungen, Probleme und Schäden auf Andere zu schieben (vgl. Matthäus 7:1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. 2 Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. 3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?...)
Derartiges wird, sobald es möglich ist, und mit soviel innerer Ruhe wie möglich (vgl. unser Kapitel des Haupttexts "Die Stille in der Wüste") und so gewissenhaft wie bei einem fertigzustellenden 'Produkt' innerlich oder auf Papier notiert und nach Verbesserungsmöglichkeiten durchsucht, sowie der Erfolg beobachtet. D.h. eigene Bemühung ist gefragt: dabei mag es um diesbezügliche Gebete gehen, und entsprechend dem Glauben mag Hilfe kommen; jedoch wird dies bei ernsthafter und daher ganzheitlicher Praxis auch mit Korrekturen in den Einstellungen und im Denken, mit mehr Wachsamkeit auf negative Gefühle, und letztendlich auch mit Änderungen des Verhaltens Hand in Hand gehen. Das Ganze geht je einfacher, je mehr feinste Teile des täglich an sich Beobachteten in solcher Art betrachtet und dann einzeln im Gebet an Gott übergeben werden. (Vgl. das Kapitel "Der Hl. Eifer, und Gesichtspunkte zu Emotionen".)
Gerade tief eingegrabene Lebensgewohnheiten sind sehr schwer zu verändern, da sie in einer unbewussten Schicht der Persönlichkeit verankert sind. Dazu ist auf dem Weg oft schon erhebliche Erfahrung im Erkennen unter- oder unbewusster Ursprünge nötig (dennoch kann es im Einzelfall auch unmittelbar gelingen, wie beim Raucher, der von einer Minute zur anderen für immer durch einen starken Entschluss mit dem Rauchen aufhört. Vgl. das Kapitel "Die Verklärung Christi").
Dies "Hinschauen und bewusst mit Hilfe von Gebet Verarbeiten" wäre für sich genommen schon ein spiritueller Weg, der sehr weit führen kann, und jemanden das ganze Leben begleiten kann; der aber auch bei entsprechend intensiver Praxis schon in kurzer Zeit immerhin wesentliche Fortschritte bringen kann. "Tiefere Schichten" der zu bereinigenden Angelegenheiten mögen noch zur Aufarbeitung anstehen, obwohl sie sich bereits in hohem Maße gebessert haben.

Anschließend kann sehr wohl auch der "Splitter" des Anderen bzw. was einem angetan worden ist, bearbeitet werden.
Wo eine Einschätzung nötig scheint - betreffend eigener Taten, oder der Taten Anderer -, ginge es darum, diese nicht nach dem äußeren Schein, sondern "recht" / "gerecht" - also differenziert und soweit möglich konstruktiv vorzunehmen (vgl Johannes 7:24)  
Wer durch eine solche liebevollere und weisere Ausrichtung nicht mehr sich selbst im Wege steht, kann Jesus auch als Kompass erleben, der ein neues Gleichgewicht jenseits der einseitigen Abwege zu finden ermöglicht: (S. d. Tafel zum Schlusskapitel des Haupttexts:  Eine christliche Haltung - "In der Welt, aber nicht von der Welt", ein "Dritter Weg" - vgl. z.B. Johannes 17)
Es werden auch Anregungen des Gewissens auftauchen ... (vgl. Matthäus 5,5 und 5,9 ...).

(Diese Praxis ist in erster Linie anwendbar, wenn es um die Besserung von Verhaltensweisen geht, die psychologisch gesehen vorher schon im Rahmen des "Normalen" liegen. Wenn es um die Besserung von Zuständen geht, die heute in gewissem Maße als krankhaft gelten, wäre es umso mehr nötig, dass dann eine entsprechend erfahrene, unter Umständen auch eine psychologisch geschulte Hilfsperson den Weg aktiv begleiten müsste, da dann die Selbständigkeit im Umgang mit den eigenen Problemen noch mehr eingeschränkt ist, als sie es ohnehin bei allen Menschen ist, wenn sie auf ihre eigenen Schwächen hinschauen sollen. Wäre jemand darin so eingeschränkt, dass es auch mit Unterstützung nicht ginge, dann wäre es immer noch möglich, dass eine solche Hilfsperson für den Betroffenen beten würde, ergänzend zu einer geeigneten Therapie. Vorausgesetzt ist, dass Hilfe gesucht wird, denn selbst von Jesus ist die wichtige Frage bekannt "willst Du gesund werden?" Vgl. unsere Seite "...Heilung".)

Ein einfacher Maßstab ist z.B. die Fähigkeit des Zuhörens. Dabei werden die hochkommenden eigenen Vorurteile bewusst zu registrieren gesucht, um sodann vorurteilsfreier zuhören zu können, und auch die positiven Möglichkeiten im Gehörten entdecken zu können, auch wenn es nicht durchgehend der eigenen Sicht entspricht (aktive Toleranz). Das hat dann wieder Auswirkungen auf das Gespräch mit Anderen, usw. (Vgl. Mt. 5,3 "Selig sind, die geistig arm sind" - d.h. die sich dessen bewusst werden, denn alle sind es zunächst auch ohne dies).

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