Christuswege

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Tafel zum Schlusskapitel des Haupttexts:   

Eine christliche Haltung - "In der Welt, aber nicht von der Welt", ein "Dritter Weg" (s. z.B. Johannes 17).

 

Wer - mit Jesus als Maßstab und Hilfe - Fortschritte von den eigenen Unvollkommenheiten hin zu den zukunftsträchtigeren Eigenschaften sucht (vgl. die Seiten "...Heilung", "...Ethik", und "...Verarbeitung..."), mag zunächst etwa
- wahrhaftiger mit sich selbst umgehen, und erst auf dieser Grundlage über Andere nachdenken, (statt gleich alles auf Andere zu projizieren), vgl. Mt. 5,3 "Selig sind, die geistig arm sind";
- zu den Anregungen des Gewissens stehen, und trotzdem auch "aus sich herauskommen", (statt einfach alles zu verdrängen), vgl. Mt. 5,5 und 5,9 ...;
- bemerken, dass er/sie im Sinne der Seele auch für Andere da ist, obwohl das eigene Wohl Voraussetzung sein kann, um Anderen helfen zu können (vgl. Mt. 5,7);
- nach Gottes lebendigem Geist suchen, auch  wenn äußere Formen sinnvoll sein mögen, (statt in bloßen Formen zu erstarren), vgl. Mt. 6,5-8... und Joh. 4,21-24;
- (religiös) zu sein, und sich entsprechend verhalten, (statt nur so zu scheinen), vgl. Mt. 5,8;
- sich getrauen, nach den neuen Erkenntnissen zu leben, auch wenn im Verhalten Anderen gegenüber Rücksichten nötig sein mögen (statt immer nur zu berücksichtigen, was in dieser Welt etwas gilt), vgl. Mt. 5,15;
- trotz neuer Erkenntnisse sich in einer bescheidenen, dienenden Rolle sehen, (statt eingebildet zu werden), vgl. Mt. 5,19 und Luk. 9,48...

Wer durch eine solche liebevollere und weisere Ausrichtung nicht mehr sich selbst im Wege steht, wird finden, dass Christentum nicht nur eine Art zu leben ist, sondern ein wirklicher spiritueller Weg. Auf diesem Weg kann er/sie Jesus auch als Kompass erleben, der ein neues Gleichgewicht jenseits der einseitigen Abwege zu finden ermöglicht: 

Weder im Äußeren aufgehend

    sondern äußerlich aktiv

- noch innerlich abschwebend

    - und innerlich gegründet sein.

(Statt bloßem Denken →

    Inhalte, Probleme, Unklarheiten betrachten →

- oder bloßer meditativer Leere)

    - in bewusster meditativer Stille.

Den "äußeren Gott im Himmel" erahnen

- und ihn im Innern Gestalt annehmen lassen.

Die Spuren des unveränderlichen Schöpfers

- im sich wandelnden (freien) Leben sehen.

Gesetzmäßigkeiten in der äußeren Welt studieren

- und die dahinter liegende Ordnung der Schöpfung ertasten.

(Triebkräfte weder voll ausleben →

    sondern Triebe integrieren →

- noch verdrängen,)

    - und verwandeln.

Zeit, Raum, Umstände nutzen, Einklang suchen

- trotz persönlicher Freiheit davon.

Äußerlich arbeiten

- und innerlich beten  (Benediktiner-Regel: "ora et labora").

Den positiven Beitrag Anderer verstehen wollen (aktive Toleranz)

- und sich von der eigenen Glaubensbasis aus entfalten

Rational-analytische

- und "mythisch"- synthetische Hirnhälfte bzw. die Brücke zwischen den Hirnhälften ernstnehmen.

Subjektive Wahrnehmung kennen

- und doch die differenzierte Wahrheit hinter den subjektiven Betrachtungsweisen suchen.

Von (konstruktiven) Traditionen lernen

- und in sich zum eigenen geistigen Leben erwecken (lassen).

Vorbereitungsübungen machen

- und Gnade annehmen  (christliche Mystik, Exerzitien, ...).

Gott persönlich ansprechen

- und in seiner Kraft.

Die Nächsten lieben

- wie auch sich selbst.

Verstand beibehalten

- und darüber hinausschauen.

(Weder zerfließen im All →

    sondern im Ganzen →

- noch verhärten des Egos)

    - wie eine bewusste Zelle sein.

Körper, Materie als Instrument achten

- und seelisch-geistig wachsen.

Fülle, Verantwortung annehmen

- nach der "engen Pforte".

Ringen um richtige Entscheidungen im Erdenbewusstsein

- und auf anderer Ebene Gottes Plan erahnen/ ertasten.

Weitergabe von Erkenntnissen

- und sich darauf einstellen, was angemessen ist.

Im Umkreis / gesellschaftlich verändern

- was sich im Innern verbessert hat.

Mitempfinden mit dem Leiden der Welt

- und sich über Gottes Führung freuen.

Geistliche Gemeinschaften schätzen

- und als Einzelne/r zu Gott streben.

Völkervielfalt achten

- und den allgemeinmenschlichen Kern in Allen gedeihen lassen.

*...so zeigt sich der Christusweg als ein Dritter Weg jenseits der Scheingegensätze - "Dichotomien" - der Welt - ein Weg, der zum Leben und zu wirklicher geistiger Freiheit in Gott führt. (Siehe dazu auch die fettgedruckten Passagen des Haupttextes, und z.B. Joh. 17, und "Apokryphe Evangelien aus Naq Hammadi": Thomasevangelium 22.) Dies ist keine Unentschiedenheit - die die Gegensätze als Problem festhalten würde, und daher auch kein "kurzschlüssiges Zerreden". Besser als Unentschiedenheit wäre es manchmal immer noch, sich entweder aus einem Thema ganz herauszuhalten, oder sich für  eines von beiden zu entscheiden - im Wissen, dass jemand anders sich genauso gut für das andere entscheiden mag. Statt alledem handelt es sich beim dritten Weg zu denken um die Suche nach einem übergeordneten Standpunkt jenseits der beiden Gegensätze, der neue, freie Feststellungen (Postulate, Affirmationen, Thesen, Entscheidungen) ermöglicht - und so das jeweilige Problem löst. Wer die Gratwanderung des Lebens besteht, kann sich nun mit mehr Gewinn in die weiteren Schritte Jesu in den Evangelien, bzw. der Passionsgeschichte und Apostelgeschichte (Pfingsten) hinein vertiefen. Diese Fähigkeit des Menschen, sich immer mehr dem hinter dem Schein der Welt verborgenen "wahren Licht" Gottes - Joh. 1:9  - zu nähern, ist sowohl der Ausgangspunkt wie auch das Ziel dieser Gratwanderung. (Siehe unseren Haupttext, Teil 1).

Es gibt eine Beziehung zwischen dem, was in den Evangelien angelegt ist, und dem, was im größeren Maßstab in der Johannesoffenbarung zum Ausdruck kommt, siehe unseren Haupttext, Teil 2.

*) auch "Dichotomien".

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